Mittwoch, Juni 28

Badminton – laufintensiver Sport in der Halle

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Etwa 217.000 organisierte Sportler und etwa 4,5 Millionen Freizeitspieler tragen regelmäßig Badminton-Partien in Deutschland aus. Weltweit gesehen wird die Ballsportart sogar von über 14 Millionen Menschen gespielt. Dabei wissen die Aktiven die körperlichen Herausforderungen zu schätzen: Badminton ist laufintensiv und verlangt eine hohe körperliche Fitness. Es gibt viel mehr Ballwechsel als beispielsweise beim Tennis.

Der Deutsche Badminton-Verband (DVB) gilt als Institution in der Bundesrepublik und bietet regelmäßige Turniere und Spiele in allen Klassen an. Gerade Neuanfänger finden in den lokalen Vereinen gute Trainingsmöglichkeiten vor. Auf internationaler Ebene sorgt die Badminton World Federation (BWF) für die globale Koordination. So finden alle zwei Jahre Weltmeisterschaften statt.

Kurzinformationen zum Badmintonsport

Für das Spiel existieren internationale Normierungen. Dadurch soll die Chancengleichheit für alle Athleten gewahrt werden. Partien werden als Einzelbegegnungen, bestehend aus insgesamt zwei Spielern, und als Doppel von vier Personen ausgetragen. Mit Ausnahme des Mixed ist die Geschlechtertrennung kennzeichnend für Badminton; das heißt: es spielen nur Männer oder Frauen untereinander.

Das Spielfeld ähnelt dem Tennis; auch beim Badminton ist in der Mitte ein Netz gespannt. Als Spielgeräte dienen ein Schläger und ein Spielball. Bei letztem handelt es sich um einen Federball, was oft zu Missverständnissen führt. Badminton hat nämlich keineswegs das Ziel, die Bälle möglichst lange in der Luft zu halten. Vielmehr soll der Ball so über das Netz geschlagen werden, dass der Gegner keine Chance mehr hat, diesen regelkonform zurückzuschlagen. Die Erzielung eines Punktes steht im Vordergrund.

Anforderungen an das Spielfeld

Um den Einfluss von Luft und Winden zu verhindern, wird Badminton in der Regel in einer Halle gespielt. Ab einer Deckenhöhe von neun Metern gilt ein vorhandenes Feld als uneingeschränkt bespielbar. Markierungen am Boden bestimmen den Raum, in dem Punkte erzielt werden können. Landet ein Ball auf oder innerhalb dieser Begrenzungen, hat er sich im Spielfeld befunden. Ein Badmintonfeld verfügt insgesamt über eine Breite von 6,10 Metern und einer Länge von 13,40 Metern. Die Netzhöhe an den Pfosten soll 1,55 Meter betragen.

Für das Einzel und Doppel gelten unterschiedliche Begrenzungslinien. Während beim Doppel das gesamte Spielfeld genutzt wird, ist beim Einzel die innere Begrenzungslinie der Seite relevant. Damit reduziert sich die Breite auf 5,18 Meter.

Die Spielgeräte

Zu den Spielgeräten gehören der Schläger und der Spielball. Ein Badmintonschläger ähnelt einem Tennisschläger. Er fällt allerdings deutlich kleiner aus und wiegt meist nur 120 Gramm. Das Gewicht von Profigeräten liegt noch einmal darunter. Zum Spiel werden Federbälle benutzt. Diese bestehen aus einem halbrunden Kopf an dem ein Federkranz angebracht ist. Federbälle gibt es in einer günstigen Kunststoffausführung und einer teuren Naturfedervariante. Letztere wird standardmäßig bei nationalen und internationalen Wettkämpfen eingesetzt.

Der Spielablauf

Seit dem Jahr 2006 hat sich die so genannte Rallypoint-Zählweise für Badminton etabliert. Diese sieht vor, dass jeder Spieler unabhängig von seinem Aufschlagsrecht punkten kann. Zum Sieg sind zwei Gewinnsätze zu erzielen. Dafür muss ein Spieler jeweils 21 Punkte erlangen. Letzte Bedingung gilt allerdings nur, insofern der Vorsprung zum Gegner mindestens zwei Punkte beträgt. Liegt dieses nicht vor, verlängert sich der Satz bis der Zwei-Punkte-Vorsprung vorliegt oder ein Spieler als erstes 30 Punkte erreicht hat. Der ordnungsgemäße Ablauf einer Partie wird von einem Schiedsrichter überwacht.

Ein Spiel beginnt mit der Auslosung des Wahlrechts. Dabei entscheiden sich die Spieler für den ersten Aufschlag oder eine Seite. Das Aufschlagsrecht verbleibt im Spielverlauf solange bei einem Sportler, wie er den vorherigen Ballwechsel für sich verzeichnen konnte. Gewinnt der andere Spieler den Ballwechsel, wechselt auch das Aufschlagsrecht. Nach jedem Satz werden Seite und Aufschlagsrecht gewechselt.

Wesentlich für den Gewinn eines Ballwechsels ist das Ausbleiben von Fehlern. Berührt der Federball innerhalb des eigenen Spielfeldes den Boden, führt dieses zum Punktgewinn für den Gegner. Auch gilt es als Fehler, wenn der eigene Ball nicht das Netz überfliegt. Bei einer Deckenberührung hat sich insbesondere in niedrigen Hallen die Wiederholung eines Ballwechsels etabliert. Wer versehentlich das Netz mit seinem Schläger oder Körper berührt, sorgt ebenso für einen gegnerischen Punktgewinn.
Innerhalb der Partien existieren auch Pausenregelungen. So werden innerhalb eines Satzes für maximal eine Minute die Schläger beiseitegelegt, wenn der Führende elf Punkte erreicht hat. Zwischen den Sätzen verdoppelt sich die Auszeit auf zwei Minuten.

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