Mittwoch, August 16

Beachvolleyball – Sport im Sand

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Beachvolleyball ist eine der Sportarten, die zunehmend an Beliebtheit gewinnt. Inzwischen handelt es sich hierbei sogar um eine olympische Sportart, bei der zwei Mannschaften gegeneinander spielen. Das Spielfeld besteht aus Sand und ist durch ein Netz getrennt. Ziel dieses Sports ist es, den Ball über das Netz auf den Boden des gegnerischen Feldes zu bugsieren.

Historische Entwicklung

1920 wurde in den USA eine Alternative zum Hallen-Volleyball gesucht. Daraus entwickelte sich der Beachvolleyball. Zunächst galt diese Sportart als reine Freizeittätigkeit. Aus diesem Grund wurde er zunehmend professionalisiert, um das Image aufzubessern. 1996 wurde Beachvolleyball dann das erste Mal als olympische Sportart zugelassen. Ein Jahr später folgte die erste offizielle Weltmeisterschaft in Los Angeles.

Regelwerk

Das Spielfeld

Das Spielfeld hat eine rechteckige Fläche und ist 16 Meter lang und 8 Meter breit. Das Netz trennt die beiden Spielhälften und ist bei den Männern an der oberen Kante 2,43 m und bei den Frauen 2,24 m hoch. An den Enden des Netzes ist jeweils eine Antenne angebracht. Eine Mittellinie ist nicht vorhanden. Dennoch darf der Spieler die gegnerische Hälfte nur betreten, wenn er dabei den gegnerischen Spieler nicht behindert. Darüber hinaus ist es vorgeschrieben, dass zu allen Richtungen außerhalb des Spielfeldes eine Freizone von mindestens 3 Metern eingehalten werden muss.

Die Spieler

Beim Beachvolleyball besteht eine Mannschaft aus zwei Spielern. Männer tragen dabei ein Shirt und Shorts. Die Frauen hingegen durften zunächst nur im Bikini spielen. Diese Regeln wurden im Frühling 2012 aber überarbeitet, sodass sie nun auch mit Shorts und Shirts mit Ärmeln spielen dürfen. So ist es nun auch muslimischen Frauen möglich an diesem Sport teilzunehmen. Gespielt wird grundsätzlich barfuß.

Der Ball

Der Ball muss gegen die Einflüsse von Wasser und Sand gewappnet sein. Aus diesem Grund besteht er aus einem weichen, wasserabweisenden Material wie Kunstleder und ist im Inneren mit einer Gummiblase gefüllt. Das Spielgerät hat ein Gewicht von 260-280 g und einen Umfang von 66-68 cm und sollte helle Farben haben. Der Innendruck sollte 171-221 mbar betragen.

Ablauf des Spiels

Jeder Ballwechsel beginnt mit einem Aufschlag. Dieser wird hinter der Grundlinie ausgeführt und muss das Netz zwischen den Antennen überqueren. Ein berühren der Grundlinie ist dabei nicht erlaubt und führt zu einem Punktverlust. Den gegnerischen Spielern muss freie Sicht auf den servierenden Spieler gewährt werden. Derweil ist es kein Fehler, wenn der Ball das Netz berührt und erst dann in das gegnerische Feld springt. Der aufschlagende Spieler wird dann gewechselt, wenn das Aufschlagsrecht wechselt.

Ist der Ball im Spiel, muss eine Mannschaft ihn spätestens bei der dritten Ballberührung über das Netz spielen. Anders als beim Hallen-Volleyball zählt der Block beim Beachvolleyball bereits als erste Berührung. Dabei müssen die Spieler den Ball abwechselnd berühren. Eine Ausnahme hiervon gibt es nur, wenn der blockende Spieler direkt nach dem Block den Ball ein zweites Mal spielt.

Beim Beachvolleyball ist es erlaubt den Ball mit allen Körperteilen zu spielen. Dabei sind das untere und das obere Zuspiel gleichermaßen möglich. Das obere Zuspiel wird allerdings genauestens begutachtet, da hier strenge Regeln befolgt werden müssen. Hierbei wird eine saubere Technik gefordert. Der Ball darf nur rechtwinklig zur Schulterachse über das Netz zum Gegner gepritscht werden. Das bedeutet, dass der Ball nicht zur Seite, sondern nur gerade nach vorne oder nach hinten gespielt werden darf.

Des Weiteren ist auch der Lob, der im Hallen-Volleyball als Angriffsfinte verwendet wird, nicht erlaubt. Dabei wird der Ball mit der offenen Hand über das Netz „gelegt“. Im Beachvolleyball gilt dies als technischer Fehler und führt somit zum Punktverlust. Die Spieler dürfen den Ball aber mit den Fingerknöcheln (poke shot) über das Netz befördern.

Auch im eigenen Feld sind strenge Anforderungen an das obere Zuspiel gestellt. Es ist nicht erlaubt den Ball zu führen (zu lange berühren), zu werfen oder gar zu fangen. Ausnahmsweise wird hiervon abgewichen, wenn ein hart geschlagener Ball vom Gegner gespielt wird. Hier ist der sogenannte Beachdig, also ein leichtes Führen des Balles erlaubt. Dabei werden die Hände zu einer Schale geformt und der Ball aktiv mit einer Streckung der Arme gespielt. Es stellt sich nur die Frage, wann ein Ball als hart geschlagen zu kategorisieren ist. Ob ein Angriffsschlag hart ist, hängt von der Entfernung, die der Ball zurücklegt, der verfügbaren Reaktionszeit, der Flugkurve und der Geschwindigkeit ab. Ein Aufschlag gilt dabei nicht als harter Schlag.

Punkte zählen

Beim Beachvolleyball wird das Rally-Point-System angewendet. Das bedeutet, dass eine Mannschaft unabhängig davon, ob sie selbst oder die gegnerische Mannschaft aufgeschlagen hat, punkten kann. Schafft es eine Mannschaft nicht den Ball regelkonform zurückzuspielen, dann bekommt der Gegner einen Punkt. Für einen Sieg muss eine Mannschaft zwei Sätze gewinnen. Ein Satzgewinn ist bei 21 Punkten erreicht. Steht es nach zwei Sätzen unentschieden, wird ein Tiebreak, also ein dritter Entscheidungssatz gespielt. Diesen gewinnt die Mannschaft, die als erstes 15 Punkte erreicht. Wie auch in anderen Sportarten ist ein Satz erst mit zwei Punkten Vorsprung gewonnen. Damit eventuelle Benachteiligungen durch Wind oder Sonne ausgeglichen werden können, wird jeweils nach sieben bzw. fünf Punkten im Entscheidungssatz ein Seitenwechsel vorgenommen.

Auszeiten

Jedes Team kann pro Satz eine Auszeit nehmen, wobei sie den Zeitpunkt frei wählen dürfen. Darüber hinaus gibt es einmal pro Satz nach 21 gespielten Punkten eine vorgeschriebene technische Auszeit von 30 Sekunden. Ein Spieler darf weiter auch das Spiel kurz unterbrechen, wenn er seine Sonnenbrille putzen muss. Da diese Möglichkeit allerdings häufig als taktisches Mittel eingesetzt wird, um den Spielfluss des Gegners zu unterbrechen, verwarnt der Schiedsrichter bei zu häufigem Einsatz den Spieler. Verletzt sich ein Spieler, wird der betroffenen Mannschaft eine fünfminütige Pause gewährt, um den Spieler wieder einsatzfähig zu machen. Gelingt dies nicht, erfolgt ein Spielabbruch und der Gegner gewinnt das Spiel automatisch. Muss das Spiel aufgrund schlechter äußerer Bedingungen abgebrochen werden, wird es zu einem späteren Zeitpunkt bei gleichem Zwischenstand fortgesetzt.

Taktik

Während des Spiels darf ein Team keine Anweisungen von einem Trainer erhalten. Deshalb müssen die Spieler selbst eine Taktik entwickeln. Im Spiel selbst teilen sich die Spieler eines Teams über Handzeichen hinter dem Rücken die Strategie mit. Zusätzlich geben sich die Teammitglieder beim Angriff kurze Kommandos, wie sie den Angriffsschlag am besten ausführen sollten.

 

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