Dienstag, September 26

Hallenvolleyball – Regeln

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Beim Hallenvolleyball handelt es sich um eine Mannschaftssportart, bei der zwei Teams a 6 Spieler auf einem Feld gegeneinander antreten. Dieses Spielfeld ist in der Mitte durch ein Netz geteilt. Bei diesem Sport muss der Volleyball über das Netz bugsiert werden, sodass er den Boden auf der gegnerischen Seite berührt oder das gegnerische Team zu einem Fehler gezwungen wird.

Geschichte

Volleyball wurde 1895 von William G. Morgan entwickelt. Er suchte eine Alternative zum Basketball, der 4 Jahre vorher entwickelt wurde, damit auch ältere Menschen dieser Betätigung nachgehen konnten. Die neue Sportart enthielt Elemente von Tennis und Handball und wurde zunächst „Mintonette“ genannt. 1896 wurde dieser Sport dann bei der Konferenz aller Sportdirektoren vorgestellt und fand bei allen Zustimmung. Da der Ball als Volley gespielt wird, wurde der Name „Volley Ball“ vorgeschlagen. Dieser Name hat sich auch durchgesetzt und wird bis heute beibehalten. 1952 wurde lediglich festgelegt, dass der Name zusammengeschrieben wird. Inzwischen wird Volleyball nahezu auf der ganzen Welt gespielt.

Regelwerk

Das Spielfeld

Das Spielfeld misst in der Länge 18 Meter und ist 9 Meter breit. In der Mitte ist ein Netz gespannt, das bei den Männern 2,43 m und bei den Frauen 2,24 m hoch ist. An beiden Enden sind Antennen angebracht, die den Bereich eingrenzen, durch den der Ball über das Netz gespielt werden darf. Berührt der Spieler oder der Ball eine der Antennen, wird dies als Fehler gewertet. Das Netz muss straff gespannt werden, da der Ball, nachdem er bereits ins Netz geflogen ist, weiter gespielt werden kann.

Zu jeder Seite des Feldes muss mindestens eine Freizone von 3 Metern eingehalten werden. Nach oben müssen 7 Meter Platz sein. Jede Mannschaft hat auf der eigenen Spielhälfte eine Angriffszone von 3 Metern, die zum Netz hin abgegrenzt ist.

Der Ball

Der Volleyball besteht aus Leder bzw. Kunstleder, wobei der innere Kern aus Gummi und mit Luft gefüllt ist. Die Regeln besagen, dass er bei einem Umfang von 65-67 cm, 260-280 g schwer sein muss. Der Innendruck muss dabei 294,3-318,82 mbar betragen.

Der Spielablauf

Zunächst entscheidet das Los darüber, wer als erstes das Aufschlagsrecht bekommt. Jeder Spielzug beginnt dann mit einem Aufschlag. Dieser wird hinter der Grundlinie ausgeführt. Das gegnerische Team versucht diesen Ball unter Kontrolle zu bringen. Dabei wird versucht den Ball möglichst nahe an das Netz zu bringen, um einen Angriffsschlag vorzubereiten, der das Spielgerät letztendlich zurück zur aufschlagenden Mannschaft befördert. Hierfür stehen maximal drei Ballberührungen zur Verfügung, wobei es erlaubt ist, den Ball mit jedem Körperteil zu spielen. Allerdings darf ein Spieler ihn nicht zwei Mal hintereinander berühren. Das gegnerische Team kann versuchen den Angriffsschlag zu blocken. Sollte der Ball geblockt werden, aber trotzdem im eigenen Feld landen, zählt dies nicht als erste Berührung.

Auszeiten

Erreicht die in Führung liegende Mannschaft entweder den achten oder den sechzehnten Punkt, sieht das Regelwerk in den ersten vier Sätzen eine einminütige, technische Auszeit vor. Zusätzlich stehen beiden Trainern jeweils zwei Auszeiten zu, die 30 Sekunden lang sind und beim Schiedsrichter angemeldet werden müssen.

Positionen und Rotation

Grundsätzlich gibt es auf dem Feld zwei Außenangreifer, zwei Mittelblocker und abhängig vom Spielsystem entweder einen Zuspieler und einen Diagonalspieler oder zwei Zuspieler. Die Spieler stellen sich in zwei Reihen auf, was drei Angriffsspieler im vorderen Bereich und drei Abwehrspieler im hinteren ergibt. Darüber hinaus befinden sich sechs Auswechselspieler auf der Bank, die jederzeit eingewechselt werden können. Jeder Wechsel muss beim Schiedsrichter angemeldet werden.

Die aufgestellten Spieler sind von 1-6 durchnummeriert. Der aufschlagende Spieler hat dabei die 1 und von ihm aus gesehen sind die weiteren Spieler gegen den Uhrzeigersinn weiter durchnummeriert. Das bedeutet, dass der Spieler vorne rechts am Netz die 2 ist und es von dort aus weiter geht. Bekommt die Mannschaft nun das Aufschlagsrecht, müssen die Positionen im Uhrzeigersinn gedreht werden, sodass der Spieler mit der Nummer 2 nun auf Position 1 steht und den Aufschlag durchführen muss. Durch diese Regel wird dafür gesorgt, dass jeder Spieler zwischen den Positionen rotiert. In der Praxis gestaltet sich dies jedoch meist anders, da jeder Spieler feste Aufgaben hat. Die Aufstellung ist zunächst zwar vorgeschrieben, wird aber sowie der Ball die aufschlagende Hand verlässt in die vom Trainer gewollte Formation umgewandelt, sodass jeder Spieler seine Stammposition bekleidet.

Punkte zählen

Seit 1999 wurde im Volleyball das Rally-Point-System eingeführt, bei dem die Mannschaft einen Punkt kriegt, die den jeweiligen Spielzug gewinnt. Das Aufschlagsrecht bekommt immer das Team, das zuvor den Punkt geholt hat. Bei diesem Sport wird ein Best of Five gespielt. Das bedeutet, dass 3 Sätze gewonnen werden müssen, um das Spiel für sich zu entscheiden. Ein Satz ist gewonnen, wenn 25 Punkte erreicht worden sind, wobei der Vorsprung mindestens 2 Punkte betragen muss. Steht es nach Sätzen 2:2 unentschieden, dann wird ein Tiebreak gespielt. Dieser Entscheidungssatz geht nur bis 15 Punkte und muss ebenfalls mit 2 Zählern Vorsprung gewonnen werden.

Fehler

Beim Volleyball gibt es für jeden begangenen Fehler einen Punkt für den Gegner. Diese Fehler können vielfältig sein. Kommt der Ball außerhalb des gegnerischen Feldes auf den Boden, ist er im „Aus“ und wird somit als Fehler gewertet. Der Ball muss über das Netz in vollem Umfang zwischen den Antennen gespielt werden, um einen gültigen Ballwechsel zu vollziehen. Auch wenn der Ball einen Gegenstand oder einen Spieler berührt, der sich nicht im Spiel befindet, ist das ein Fehler.

Weiter führen auch mehr als drei Ballberührungen bzw. zwei Berührungen durch denselben Spieler zu einem Punktverlust. Hierbei gibt es nur eine Ausnahme, wenn der Ball im Block bereits berührt wird, da diese nicht mitzählt. Berührt ein Spieler den Ball zu lange (Führen) anstatt ihn zu schlagen, führt dies ebenfalls zu einem Fehler. Darüber hinaus darf das Netz von den Spielern nicht berührt werden. Unterläuft einer Mannschaft ein Positionsfehler, da sie sich nicht nach der vorgegebenen Rotationsfolge aufgestellt haben, gibt das einen Punkt für den Gegner. Ebenfalls dürfen die Spieler weder über das Netz greifen und dadurch einen Gegner behindern, noch die Mittellinie übertreten. Gleichermaßen ist es ein Fehler, wenn der Aufschlag direkt geblockt oder aus der Angriffszone sofort zurückgespielt wird. Braucht der Spieler für einen Aufschlag mehr als 8 Sekunden oder übertritt sogar die Grundlinie, erhält der Gegner ebenfalls einen Punkt.

Seit 2000 ist es allerdings kein Fehler mehr, wenn der Ball bei einem Aufschlag die Netzoberkante berührt.

Um den Überblick über alle Regeln zu behalten, wird jedes Spiel von zwei Schiedsrichtern geleitet.

Quellen zu den Regeln:

http://www.volleyball-verband.de/de/beach/regeln/offizielle-regeln-des-dvv/

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