Dienstag, September 26

Tischtennis – die schnellste Rückschlagsportart

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Bei Tischtennis handelt es sich generell um eine Ballsportart, wofür die Spieler einen Schläger, einen Tischtennisball und den Tischtennistisch mit Netzgarnitur benötigen. Das Spiel hat das Ziel, dass Punkte gesammelt werden. Mit Hilfe von dem geschickten Rückspiel des Balls sollen die Gegner zu den Fehlern veranlasst werden und durch einen Fehler ist der Ballwechsel beendet. Bezüglich der Zeit zwischen den Ballkontakten handelt es sich weltweit um die schnellste Rückschlagsportart.

In England wurde Tischtennis Ende des 19. Jahrhunderts zum ersten Mal gespielt und damals hieß es noch Ping Pong. Nachdem im Jahr 1901 die Bezeichnung als Handelsmarke eingetragen wurde, wird sie im Handel oder bei Wettkämpfen nicht mehr frei genutzt. In China heißt der Sport dennoch Ping Pong Ball und in der Umgangssprache wird Ping Pong auch noch genutzt.

Die Spieler spielen auf einem mattblauen oder mattgrünen Tisch und gerade bei internationalen Turnieren oder Länderspielen werden die blauen Tische verstärkt genutzt. Zu den Werbeflächen in dem Hintergrund ist der Kontrast dann besser und die Ansicht wird für die Zuschauer besser.

Der Ball besteht dabei aus Zelluloid oder Plastik, der Durchmesser beträgt 40 Millimeter und die Farbe ist matt in den Farbtönen Orange oder Weiß. Bei einem Doppelwettkampf treten vier Spieler gegeneinander an und bei dem Einzelwettkampf zwei Spieler. In der heutigen Zeit wird Tischtennis nicht nur wettkampfmäßig gespielt, sondern oft auch in der Freizeit. Zum Teil gibt es dafür eigene Freizeitplatten und eigene Regeln. Wetterfeste Tische und Outdoor-Platten eignen sich im Hobbybereich und es gibt die Indoorplatte, welche nicht wetterfest ist. Robuste Versionen bestehen dabei auch aus Beton.

Der Aufschlag beim Tischtennis

Natürlich gelten bei dem Aufschlag verschiedene Regeln. Bei dem Aufschläger liegt der Ball frei auf dem geöffneten Handteller zu Beginn. Der Ball wird von dem Aufschläger dann mindestens 16 Zentimeter senkrecht hochgeworfen. Der Aufschläger schlägt denn herabfallenden Ball so, dass dieser auf der eigenen Tischhälfte aufkommt und auf die gegnerische Tischhälfte über die Netzgarnitur springt und einmal dort aufkommt.

Zumindest die Tischkante sollte dort berührt werden. Der Gegner muss den Ball bei der Aufschlagphase jederzeit sehen können. Auch der Schiedsrichter oder dessen Assistent müssen die korrekte Ausführung beurteilen können. Wird die Netzgarnitur beim Aufschlag berührt, dann wird der Aufschlag wiederholt.

Ein Fehler liegt vor, wenn der Ball die Netzgarnitur berührt und dann bei dem Aufschläger in das Spielfeld zurück fällt. In diesem Fall würde der Gegner einen Punkt erhalten. Fängt der Aufschläger den Ball oder er wird verfehlt, gilt dies auch als Fehler.

Kommt der Ball nicht in die Hälfte des Gegners, gibt es keinen zweiten Versuch wie bei Tennis. Die Spieler haben meist ein Spiel gewonnen, wenn sie als erstes drei oder vier Sätze gewonnen haben. Ein Satz dauert dabei so lange, bis einer der Spieler elf Punkte erzielt hat. Wichtig ist, dass ein Satz jedoch mit zwei Punkten Vorsprung gewonnen werden muss.

Die Seiten werden nach jedem Satz gewechselt. Jeweils nach zwei Punkten wechselt das Aufschlagrecht. Wird ein Satz verlängert, dann schlagen die Spieler abwechselnd nach jedem Punkt auf. Das Aufschlagrecht wird vor dem ersten Satz ausgelost.

Der Ballwechsel beim Tischtennis

Nach einem Aufschlag müssen die Spieler den Ball um die Netzgarnitur herum oder über die Netzgarnitur schlagen. Die Kante beim Gegner muss berührt werden oder schlägt auf der Tischhälfte auf. Die Gegner lassen dann den Ball ebenfalls einmal aufspringen und der Ball wird auf die andere Seite zurück gespielt. Geschieht ein Fehler, ist der Ballwechsel beendet.

Fehler sind, wenn der Ball mit dem Körper oder der Kleidung berührt wird. Auch fehlerhaft ist, wenn der Ball mehrmals auf der Tischhälfte aufkommt oder wenn der Ball beim Aufschlag verdeckt wird. Mit der freien Hand wird der Tisch beim Ballwechsel nicht berührt, der Schläger berührt den Ball dann nur einmal, der Tisch wird nicht verschoben und mit einem Körperteil wird die Netzgarnitur nicht berührt. Passiert ein Fehler, erhält der Gegner einen Gewinnpunkt.

Die Spiele bestehen dann aus einigen Sätzen und bei den überregionalen oder regionalen Mannschaftskämpfen sind für den Sieg meist drei gewonnene Sätze vorgeschrieben. Das Zeitspiel setzt ein, wenn der Satz nach 10 Minuten nicht beendet ist und wenn es nicht mindestens 18 Punkte in dem Satz gibt. Nach jedem Punkt wechselt dann das Aufschlagsrecht.

Sollten die Gegner von dem Aufschlagenden den Ball 13-mal erfolgreich zurückgespielt haben, dann gibt es einen Punkt. Werden dann noch weitere Sätze gespielt, dann geschieht dies ebenfalls mit der Wechselmethode. Die reine Spielzeit liegt dann bei 10 Minuten. Die Uhr wird angehalten bei Handtuchpausen, Materialbeschädigung oder Verletzung. Ein zweiter Schiedsrichter übernimmt bei Beginn der Wechselmethode die Aufgabe von dem Schlagzähler. Generell wurde deshalb die Wechselmethode eingeführt, damit eine Spieldauer begrenzt wird.

Der Tisch, Ball und der Schläger

Damit ein Tisch für das Tischtennis wettkampftauglich ist, hat er eine Breite von 1,525 Metern und die Länge von 2,74 Metern. Aus jedem beliebigen Material kann dabei die Spielfläche bestehen. Über dem Boden befindet sich die Oberfläche genau 76 Zentimeter. Durch das Netz wird der Tisch in zwei Hälften geteilt und der Tischtennisball muss aus der Höhe von 30 Zentimetern fallen gelassen werden und dann wieder 22 bis 25 Zentimeter hoch springen. 20 Millimeter breite weiße Linien sind an den Tischkanten.

Die Tischoberfläche muss dunkel sein und darf nicht reflektieren. Blaue oder dunkelgrüne Tische sind gebräuchlich und aus Holz wird die Spielfläche gefertigt. Bei der Netzgarnitur gibt es das Netz, die Aufhängung und die Pfosten. Wird das Netz in der Mitte mit 100 Gramm belastet, darf es maximal 10 Millimeter absinken.

Ein Ball besteht aus Plastikmaterial oder Zelluloid. Der Ball hat 40 Millimeter Durchmesser und er ist hohl. Es gibt aufgedruckte Sterne und somit auch verschiedene Qualitäten. Abweichungen gibt es bei Rundung, Härte und Gewicht.

Die Schläger gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Die Schlagfläche ist aus mehrfach geleimtem Holz in der Mitte und sie ist meist oval. Es gibt auch Modelle mit Glasfiber-, Kevlar- oder Carbonfurnieren. Bei den Griffformen gibt es konisch, anatomisch, konkav und gerade. Bei dem Schlägerblatt haben Vor- und Rückseite verschiedene Farben. Schwarz und Rot sind vorgeschrieben und so können Gegner auf Beläge entsprechend reagieren. Unter der Gummioberfläche gibt es meist einen Schwamm. Die Ballflugweise wird durch die Gummioberfläche deutlich beeinflusst.

Deutscher Tischtennis Bund

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